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Projektmanagement Glossar mit Begriffen und Synonymen
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Projektmanagement Glossar

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635-Methode
  • Aus der Gruppe von sechs Teilnehmern notiert jeder Teilnehmer drei Vorschläge auf einer Karte.
  • Die Karten werden im Uhrzeigersinn an die Teilnehmer weitergereicht. Anschliessend entwickelt oder ergänzt jeder Teilnehmer die bestehenden Ideen.
  • Die Karten werden solange weitergereicht, bis sie wieder zum ersten Teilnehmer gelangen (fünfmal).

Eine Variante dieser Methode besteht darin, dass 6 Teilnehmer 3 Vorschläge während 5 Minuten aufschreiben und anschliessend das Formular an seine Nachbarn weitergeben.

Synonyme: Brainwriting, Kärtchentechnik

Siehe Brainwriting, Kärtchentechnik

7-M-Methode

Siehe Fischgräten-Diagramm

A

Ablaufplan

Der Ablaufplan wird im Zusammenhang mit der Netzplantechnik erstellt. Es handelt sich um eine zeitlich-logische Darstellung aller Aktivitäten eines Projekts. Im Ablaufplan sind Abhängigkeitem von Aktivitäten in Form von Vorgängern und Nachfolgern ersichtlich.

Synonym: Ablauf-Folgeplan, logischer Ablauf-Folgeplan

Ablauf-Folgeplan

Siehe Ablaufplan

Abnahmekriterien

Bei Abnahmekriterien handelt es sich um Messkriterien, an denen ein Lieferobjekt (Projektergebnis) bezüglich dessen Zielerfüllung geprüft wird.

Adaptionsfähigkeit

In der Lage sein, sich an unterschiedliche Lebens- oder Projektbedingungen anzupassen bzw. diese zu übernehmen.

Aglilität

Agilität umfasst die Flexibilität von Organisationen und Personen und die damit verbundenen Aufbau- und Ablaufstrukturen. Auf unvorhergesehene Ereignisse und auf neuen und sich ändernden Anforderungen wird flexibel reagiert und noch besser agiert. In Bezug auf Veränderungen ist das Handeln nicht nur reaktiv, sondern auch proaktiv geprägt.

Aktives Zuhören

«Aktives Zuhören» bedeutet, dass bei Unklarheiten Verständnisfragen (offene Fragen: warum..., wann..., wieso..., wie..., was..., wer...) gestellt werden. Es ist eine Methode, die in der Kommunikation angewendet wird.

Änderungsmanagement

Änderungsmanagement umfasst alle Massnahmen, die notwendig sind, damit die Stammorganisation fähig ist, die durch das Projekt bewirkten Veränderungen möglichst effizient anzunehmen und anzuwenden. Diese Massnahmen umfassen die Bewertung, Steuerung, Umsetzung und Dokumentation von im Projekt angeforderten Änderungen.

Das Änderungsmanagement setzt sich aus dem funktions-/produktbezogenen Änderungsmanagement und aus dem Transformationsmanagement (psychologisches Änderungsmanagement) zusammen.

Anforderung

Eine Anforderung ist eine Bedingung oder eine Fähigkeit, die ein Produkt qualitativ und/oder quantitativ erfüllen muss. Eine Anforderung ist eine Bedingung oder eine Fähigkeit, die zur Problemlösung oder zur Zielerreichung benötigt wird. Mit einer Anforderung wird ein Ziel erreicht. Eine Anforderung (Funktion) beschreibt, was das Produkt können muss. Es beschreibt die Funktionalität des Produkts.

Anspruchsgruppe

Anspruchsgruppen Projekts setzen sich aus Einzelpersonen und Organisationen zusammen, die aktiv am Projekt beteiligt sind oder deren Interessen durch die Durchführung oder den Abschluss des Projekts eventuell positiv oder negativ beeinflusst werden; sie können auch Einfluss auf das Projekt oder seine Ergebnisse ausüben.

Siehe Stakeholder.

Antizipation

Ein eintretender Zustand oder ein eintretendes Ereignis werden vorweggenommen, indem bereits im Vorfeld darauf reagiert wird.

Beispiele:
Eine Zahlung wird bereits vor dem Valutadatum ausgeführt.
Durch eine proaktive Kommunikation sichert sich der Projektmanager bereits im Vorfeld die Zustimmung der Anspruchsgruppen.

Arbeitsaufwand

Siehe Aufwand

Arbeitspaket

Ein Arbeitspaket umfasst eine abgegrenzte Einheit, eine Aufgabe, eine Aktivität oder einen Vorgang. Innerhalb eines Projekts beschreibt es eine zu erbringende Leistung, die von einer Einzelperson, Gruppe (Organisationseinheit) zu einem definierten Termin mit entsprechendem Aufwand erbracht wird. Ein Arbeitspaket muss immer einen Arbeitspaketverantwortlichen aufweisen.

Arbeitsschutz

Arbeitsschutz schützt Personen eines Unternehmens unter der Berücksichtigung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien vor Gefahren und vor gesundheitlichen Schäden.

Artefakt

Im Zusammenhang mit Vorgehensmodellen bezeichnen Artefakte Zwischen- und Endergebnisse. Im Zusammenhang mit einem Arbeitsprozess bezeichnet ein Artefakt ein Modellelement für ein Ergebnis.

Asymetrische Information

Ein Zustand, wenn zwei Parteien nicht über dieselbe Information verfügen. Eine Partei weist einen Informationsvorsprung auf.

Audit

In einem Audit wird die Vorgehensweisen, Anweisungen und Standards durch einen unabhängigen Dritten systematisch geprüft.

Auftraggeber

Der Auftraggeber stellt im Projekt der wichtigste Stakeholder dar. Er erteilt den Projektauftrag und ist für die Effektivität, d.h. für den durch die Projektlösung erreichten Nutzen verantwortlich. Für den Auftraggeber stellt das Projekt eine Investition dar. Es wird zwischen unternehmensinternen und unternehmensexternen Auftraggebern unterschieden. Vom Auftraggeber ausgehend wird das Lastenheft erstellt.

Aufwand

Aufwand umfasst der in Arbeitseinheiten bemessene Personal- oder Sachmitteleinsatz zur Durchführung eines Projekts, Vorhabens, Vorgangs oder Arbeitspakets. Der Aufwand wird meist in Personentagen oder in Personenmonaten ausgedrückt.

Siehe Arbeitsaufwand

B

Balkendiagramm

Im Balkendiagramm werden die Aktivitäten auf einer Zeitachse dargestellt. Die Dauer eines Arbeitspakets (Vorgangs) wird durch die Länge des Balkens visualisiert.

Synonym: Gantt-Diagramm

Siehe Gantt-Diagramm

BATNA

BATNA (best alternative to a negotiated agreement; beste Alternativoption, falls es bei einer Verhandlung nicht zu einer Einigung kommt).

Benchmarking

Benchmarking stellt ein Instrument der Wettbewerbsanalyse dar. Während dem Benchmarking werden Dienstleistungen, Produkte, Prozesse und Methoden des Unternehmens mit einem anderen oder mit mehreren Unternehmen verglichen, um so Leistungslücke systematisch zu schließen. Die Grundidee besteht darin, aufgrund von Differenzen festzustellen, in welchen Bereich Verbesserungspotenzial besteht.

Beschaffungsmanagementprozess

Das Beschaffungsmanagement stellt ein geordnetes Vorgehen bei der Beschaffung von Produkten oder von Stückguten sicher. Es trägt zudem dazu bei, dass das beschaffte Produkt oder Stückgut in der geforderten Qualität, zum definierten Termin und zu den definierten Kosten vorliegt.

Phasen des Beschaffungsmanagementprozesses: Situations- und Bedarfsanalyse, Beschaffungsanalyse, Zuschlagserteilung, Beschaffungsabwicklung

Brainstorming

Brainstorming ist die bekannteste und am häufigste angewendete Kreativitätstechnik. Sie dient der gemeinsamen Ideenfindung unter Führung eines Moderators. Dabei werden die Ideen vom Moderator schriftlich festgehalten.

Brainwriting

Brainwriting ist ein schriftliches Brainstorming. Dabei werden die Ideen schriftlich fixiert und anschliessend unter den Teilnehmern der Arbeitsgruppe ausgetauscht. Beim Brainwriting werden die Ideen von den Teilnehmenden selbst notiert. Dabei kommt die Methode 6-3-5 (Kärtchentechnik) zur Anwendung.

Synonyme: 635-Methode (Synonyme: Kärtchentechnik, Brainwriting)

Siehe 635-Methode, Kärtchentechnik

Burndown Chart

In der Burndown Chart werden die offenen Arbeiten (Restaufwand) gegenüber einer Zeitachse (verbleibende Zeit) abgebildet.

Business Case

Ein Business Case wird im Zusammenhang mit grösseren Investitionsentscheidungen erstellt. Für Projekte, Programme und Portfolio wird ein bestimmtes Szenario bezüglich Nutzen, Zielen und Kosten beschrieben. Im Business Case werden prognostizierte finanzielle und nicht-finanzielle Konsequenzen von Handlungsalternativen dargestellt und abgewägt.

C

Chancenmanagement

Chancenmanagement wird im Zusammenhang mit dem Risikomanagement verwendet. Während es beim Risikomanagement um das frühzeitige Identifizieren der Risiken und um das nachfolgende Planen, Umsetzen und Kontrollieren der Steuerungsmassnahmen geht, zielt das Chancenmanagement auf das frühzeitige Erkennen (agieren) von positiven Auswirkungen (Chancen) ab.

Change

Änderung, Veränderung

Der Begriff «Change» wird im Zusammenhang mit dem Änderungsmanagement verwendet.

Siehe Änderungsmanagement

Change Control Board

Das Change Control Board ist ein Gremium, das über eingehende Änderungsanträge (Request for Change; RFC) entscheidet. Die besondere Bedeutung dieses Gremiums liegt darin, dass es auch die mit der Änderung verbundenen Schnittstellen und Abhängigkeiten unter den Projekten berücksichtigt. sich ändernde Anforderungen können ebenfalls im Change Control Board besprochen werden.

Changemanagement

Siehe Änderungsmanagement

Charta der Zusammenarbeit

Eine Charta der Zusammenarbeit regelt in Form einer schriftlichen Vereinbarung die Prinzipien und Grundsätze der Zusammenarbeit im Team.

Claimmanagement

Claimmanagement (Nachforderungsmanagement) ist ein Aufgabengebiet innerhalb des Projektmanagements zur Überwachung und Beurteilung von Abweichungen bzw. Änderungen und deren wirtschaftlichen Folgen zwecks Ermittlung und Durchsetzung von Ansprüchen [DIN 69905].

Coaching

Lösungsorientierte, zeitlich begrenzte Beratung und Unterstützung. Coaching wird von einem Coach ausgeführt, die beratende Person wird als Coachee bezeichnet. Coaching bietet Hilfe zur Selbsthilfe. Coaching führt zu individuellem Lernen.

Es werden drei Formen von Coaching unterschieden: Fachcoaching (advising), Fallcoaching (consulting) und persönliches Coaching (counseling).

Commitment

Verpflichtung einer Person, sich mit einem Projekt und/oder einer damit verbundenen Aufgabe zu identifizieren, diese(s) zu akzeptieren und die Bereitschaft, sich darin zu engagieren.

Community of Practice

In einer Community of Practice (CoP) findet sich eine Gruppe von Personen, die selbstorganisiert an einem gemeinsamen Thema voneinander lernen wollen.

Compliance

Unter «Compliance» (Ordnungsmässigkeit) wird die Konformität mit entsprechenden Gesetzen, Richtlinien und Verordnungen verstanden.

D

Definition of Done

Eine Definition of Done umfasst Kriterien, die beschreiben, wann eine Aufgabe bzw. ein Arbeitspaket als abgeschlossen gilt.

Delegation

Beim Delegieren wird eine Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung (Entscheidungsfindung und Durchführung) auf eine hierarchisch nachgeordnete Organisationseinheit übertragen. Dabei übernimmt diese Organisationseinheit Eigenverantwortung. Es ist darauf zu achten, dass die Organisationseinheit die für die übertragene Aufgabe die entsprechende Fähigkeit und Willigkeit (Motivation) aufweist.

Deliverable

Siehe Lieferobjekt

Delphi-Methode

Siehe 635-Methode

Distress

Als Distress wird negativ empfundener Stress bezeichnet. Ständige Überbelastung oder Unterbelastung können zu Distress führen. Distress kann zu negativen psychischen, physischen und sozialen Folgen führen.

Driving Forces

Deutsch: Treibende und unterstützende Kräfte, Antriebskräfte

Driving Forces werden im Zusammenhang mit dem organisatorischen Wandel innerhalb des Transformationsmanagements verwendet.

E

Earned Value

Der Earned Value repräsentiert den Wert der bis zu einem aktuellen Zeitpunkt abgeschlossenen Arbeitspakete auf der Grundlage der Planwerte.

Siehe Earned Value Analyse

Earned Value Analyse

In der Earned Value Analyse wird versucht, die Grössen Termin, Kosten und Leistung (magisches Dreieck) simultan zu messen, um daraus Prognosen über den möglichen Termin des Projektabschlusses und den prognostizierten Aufwand zum Zeitpunkt Projektende zu machen.

Siehe Earned Value

Einfluss-Interesse-Matrix

In einer Einfluss-Interesse-Matrix werden die Einflüsse und Interessen von einem oder mehrerer Stakeholder grafisch visualisiert. Aufgrund der Einfluss-Interesse-Matrix wird die Wichtigkeit des oder der Stakeholder ermittelt.

Eisenhower-Prinzip

Das Eisenhower-Prinzip stellt eine Methode des Zeitmanagements dar. Im Eisenhower-Prinzip wird die Priorität von Aufgaben anhand der Kriterien Wichtigkeit und Dringlichkeit bestimmt.

Empathie

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen.

Entscheidungsbaum

Anhand eines Entscheidungsbaums werden Handlungsalternativen und mehrstufige Entscheidungen grafisch dargestellt. Ein mögliches Anwendungsgebiet eines Entscheidungsbaums besteht im Risikomanagement, in der quantitativen Risikoanalyse.

Entscheidungsmatrix

Eine Entscheidungsmatrix unterstützt das Finden von Entscheidungen. Dabei werden Alternativen definiert und ermittelt und Entscheidungskriterien definiert, ermittelt, analysiert, gewichtet und bewertet.

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren sind Elemente, die Einzelne einbezieht, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die Erfolgskriterien zu erfüllen und ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen [swiss.ICB4, 2016].

Unter «Erfolgsfaktoren» werden die Bedingungen verstanden, die vorhanden sein müssen, damit die Erfolgschancen (Erfolgskriterien) erreicht werden.

Erfolgskriterien

Erfolgskriterien sind Messgrössen (Metriken), die Stakeholder verwenden, um den Erfolg eines Projekts zu bewerten und zu beurteilen. Diese Kriterien können formell oder informell sein [swiss.ICB4, 2016].

Unter «Erfolgskriterien» wird das Mass verstanden, mit dem der Erfolg beurteilt wird.

Ethik

Unter Ethik wird die Konformität mit Werten, Normen, Kodizes und Gesetzen unter Berücksichtigung der interessierten Parteien verstanden. Ethik ist ausgerichtet auf die allgemeinen Grundwerte der Verantwortung, Kompetenz und Integrität. Ethik ist die Lehre für gutes Verhalten.

Eustress

Eustress bezeichnet positiv empfundenen Stress. Dieser vermittelt ein gutes Gefühl und beflügelt zu mehr Leistung.

Evolutionäres Modell

Siehe Evolutionärer Wandel

Evolutionärer Wandel

Der Evolutionäre Wandel basiert auf dem evolutionären Modell, welches ein Konzept des Changemanagements darstellt. Die Veränderung wird in kleinen Schritten vorgenommen. Der Wandel erfolgt über einen unbegrenzten Zeitraum. Die Mitarbeitenden gestalten den Wandel mit.

Gegenteil: Revolutionärer Wandel

Siehe Evolutionäres Modell

F

Feasibility-Study

Siehe Machbarkeitsprüfung

Feedback

Feedback umfasst eine Reaktion auf eine verbale und/oder auf eine nonverbale Äusserung.

Synonym: Rückkoppelung

Siehe Rückkoppelung

Feminität

Weiblichkeit; Im Zusammenhang mit dem Kulturmodell von Gert Jan Hofstede werden darunter die weiblichen Eigenschaften wie Bescheidenheit, Fürsorglichkeit und Solidarität verstanden.

Fischgräten-Diagramm

Das Fischgräten-Diagramm gehört zur Analysetechnik der Ursache-Wirkungs-Analyse. Es dient der systematischen Ermittlung von Problemursachen, indem es typische Problembereiche (Ursachen) aufzeigt.

  • Money
  • Mensch
  • Management
  • Maschine
  • Milieu
  • Material
  • Methode

Synonyme: Ishikawa-Diagramm, 7-M-Methode

G

Gantt-Diagramm

Siehe Balkendiagramm

Governance

Governance bezeichnet einen Ordnungsrahmen für Unternehmen, worin diese die Führungsstrukturen für die Projektabwicklung festlegen.

Gruppendynamik

Unter Gruppendynamik werden die natürlich oder von aussen beeinflussten Prozesse innerhalb einer Gruppe verstanden, in denen sich die Beziehungen der Gruppenmitglieder untereinander und zum Gruppenumfeld entwickeln.

H

Harvard-Konzept

Das Harvard-Konzept gilt heute als eine der wirksamsten Methoden des sachbezogenen Verhandelns. Das Harvard-Konzept hingegen strebt einen Konsens, eine Win-win-Situation an. Die Parteien sollen sich nicht als Gegner, sondern als Partner verstehen, die einen fairen Interessenausgleich anstreben. Das Harvard-Konzept vereinigt die Härte in der Sache mit der Sanftheit gegenüber dem Partner.

HBDI-Modell

Das HBDI-Modell (Herrmann Brain Dominance Indicator) stellt ein Instrument zur Analyse von Arbeitsstilen dar.

Im HBDI-Modell wird nach vier Typen unterschieden:

  • Logisch-rational
  • Intuitiv, ganzheitlich, konzeptionell
  • Emotional, mitfühlend, mitteilsam
  • Organisiert, strukturiert
Human Ressources Management

Human Ressources Management (HRM; Deutsch: Personalwesen) befasst sich mit den Produktionsfaktoren Arbeit und Personal. Es unterstützt eine Organisation oder ein Unternehmen beim Erreichen seiner Ziele.

I

Inneres Team

Gemäss Friedemann Schulz von Thun besitzt jeder Mensch ein inneres Team. Dieses ist durch verschiedene Persönlichkeitsinstanzen geprägt, die in einem ständigen Dialog bzw. in einem Kampf zueinander stehen. Der Mensch ist authentisch und kann situationsgerecht handeln, wenn er sich dieses inneren Dialogs bewusst wird und ihn steuern kann.

Informationsplan

Ein Informationsplan legt fest, welche Informationen an welche Adressaten (Stakeholder) die Informationen erfolgen. Ein Informationsplan regelt vor allem das WER und das WAS.

Interessengruppe

Synonyme: Stakeholder, Anspruchsgruppe

Ishikawa-Diagramm

Siehe Fischgräten-Diagramm

Iteratives Vorgehensmodell

In Zyklen werden Releases bzw. Prototypen geschaffen, die nach jedem Durchgang abgenommen werden. Dabei wird das Endprodukt schrittweise entwickelt. Dem Auftraggeber kann schrittweise ein funktionstüchtiges Zwischenprodukt übergeben werden.

Mit diesem Vorgehensmodell kann flexibler und rascher auf ändernde Einflüsse, bspw. auf ändernde Anforderungen eingegangen werden.

Beispiel: Prototyping

J

K

Kanban

Bei Kanban (Kanban: かんばん (看板; Karte) handelt es sich um ein Vorgehensmodell in der Software- und der Produktentwicklung zur Steuerung der Produktionsprozesse.

Kanbanboard

Ein Kanbanboard ist in Spalten (Lanes) unterteilt, die den Arbeitsfluss darstellen. Zu erledigende Aufgaben werden in der linken Spalte (To Do, Backlog) aufgeführt. Die Lanes bilden die Schritte innerhalb eines Prozess ab, Karten wandern im Laufe ihrer Fertigstellung von links nach rechts.

Kapazitäts-Auslastungsdiagramm

Synonyme: Belastungsdiagramm, Kapazitätsdiagramm, Kapazitäts-Belastungsdiagramm

Kapazitäts-Belastungsdiagramm

Synonyme: Kapazitätsdiagramm, Kapazitäts-Auslastungsdiagramm, Belastungsdiagramm

Kapazitätsdiagramm

Im Kapazitätsdiagramm wird der Personalvorrat und der Personalbedarf grafisch dargestellt und optimiert.

Synonyme: Kapazitäts-Belastungsdiagramm, Kapazitäts-Auslastungsdiagramm, Belastungsdiagramm

Kärtchentechnik

Siehe 635-Methode, Brainwriting

Key Performance Indicators

Unter Key Performance Indicators (KPI; Leistungskennzahlen) werden Kennzahlen verstanden, anhand denen der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad von Zielen gemessen und/oder ermittelt werden kann.

Kick-off-Meeting

Im Kick-off-Meeting erfolgt der offizielle «Startschuss» für das Projekt. Dabei stellt der Projektauftrag das zentrale Element dar. Das Kick-off-Meeting dient zum allgemeinen Verständnis des Projektauftrags und um unausgesprochene Erwartungen zu eruieren. Es geht dabei nicht nur darum, den Projektauftrag inhaltlich zu verstehen, sondern auch um die strategische Bedeutung des Projekts für das Unternehmen darzustellen.

Kommunikations-Kodex

Der Kommunikations-Kodex umfasst die Regeln der Zusammenarbeit im Team.

Kommunikationsplan

Ein Kommunikationsplan legt fest, welche Informationen an welche Adressaten (Stakeholder) und in welcher Form die Informationen erfolgen. In einem Kommunikationsplan wird nebst dem WER und dem WAS zusätzlich die Kommunikationsstrategie, das WIE, verwendet.

komplex

Unter einem komplexen Projekt wird ein System verstanden, welches Änderungen unterworfen ist. Dessen Elemente sind miteinander vernetzt und einem dynamischen Wechselprozess unterworfen.

Komplexe Systeme zeichnen sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Erwartungen und Vorstellungen von Anspruchsgruppen aus und sind risikoreich.

kompliziert

Ein kompliziertes System ist ein System, das aus vielen unterschiedlichen Einzelteilen besteht. Um ein kompliziertes System zu beherrschen, wird fachlich-technisches Wissen vorausgesetzt.

Ein System ist kompliziert, wenn es aus sehr vielen unterschiedlichen Elementen besteht, die in einem Zusammenhang zueinanderstehen. Ihr Verhalten ist vorhersehbar und gut berechenbar, Probleme und Risiken sind vorhersehbar.

Konfigurationsmanagement

Unter Konfigurationsmanagement wird die Gesamtheit von Methoden, Werkzeugen und Hilfsmitteln verstanden, welche die Entwicklung und Pflege eines Produkts als Folge von kontrollierten Änderungen (Revisionen) und Ergänzungen (Varianten) an gesicherten Prozessergebnissen unterstützen.

Konfliktstile

Konfliktstile umfassen die Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen und bewältigt werden. Es werden dabei folgende Konfliktstile unterschieden:

  • Durchsetzung: «Win-lose-Strategie»
  • Rückzug: Nachgeben, den Konflikt verdrängen
  • Anpassung: Aussitzen, Unterwerfung
  • Kompromiss: Suche nach akzeptablen Lösungen. Beide Parteien sind zu Gunsten des Projekts zu Einschränkungen bereit. Meist «faule» Kompromisse.
  • Kooperation (Konsens): Gemeinsam neue Handlungsstrategien entwickeln
Konfrontationsphase

Als Konfrontationsphase wird der konfliktträchtige Teil in der Gruppenentwicklung gemäss Tuckman verstanden. In dieser Phase können die Teammitglieder bereits arbeiten, sie sind jedoch wegen den Konflikten wenig produktiv und ineffizient.

Synonym: Storming

Konsortium

Ein «Konsortium» ist eine besondere Form der Allianz. Es ist ein vertraglicher Zusammenschluss mehrerer selbständiger Unternehmen mit einem gemeinsamen (Projekt)ziel.

Konstruktive Fehlerkultur

Eine konstruktive (positive) Fehlerkultur ermöglicht, aus Fehlern zu lernen. Es wird kein «Fingerpointing» betrieben, sondern erfolgte Fehler werden als Lernchance betrachtet. Das persönliche Lernen wird durch Feedback und kollegiale Fachberatung gefördert.

Krise

Krisen können entstehen, wenn bestehende Konflikte ungelöst bleiben und wenn sich bestehende Probleme gegenseitig verschärfen. In einer Krise befinden sich die Betroffenen und Beteiligten in einem Gefühl der Handlungsunfähigkeit. Sie fühlen sich der Situation (Krise) hilflos ausgeliefert.

Krisenmanagement

Krisenmanagement umfasst den systematischen Umgang mit Krisensituationen.

Krisenprävention

Durch vorbeugende Steuerungsmassnahmen soll das Eintreten von Krisen verhindert oder vermindert werden.

Kritische Erfolgsfaktoren

Kritische Erfolgsfaktoren sind Voraussetzungen, deren Erfüllung zum Projekterfolg beitragen.

Synonym: Schlüsselfaktoren

Kritischer Pfad

Auf dem kritischen Pfad (Englisch: critical path) sind die Pufferzeiten zweier Vorgänge gleich Null. Sollte sich eine Aktivität, die auf dem kritischen Pfad liegt, verzögern, wird sich die Folgeaktivität (Nachfolger) ebenfalls verzögern und das Projektende kann sich ebenfalls verzögern. Ein Projekt kann mehrere kritische Pfade aufweisen.

L

Laterale Führung

Bei der lateralen Führung übt die Führungsperson über ihre Mitarbeiter nur eine fachliche, jedoch keine disziplinarische Weisungsbefugnis aus. Auch die Führungsperson verfügt über einen disziplinarischen Vorgesetzten.

Leidensdruck

Leidensdruck beschreibt die Voraussetzung, um eine Bereitschaft gegenüber Veränderungen zu schaffen. Je grösser der Leidensdruck ist, umso eher wird die Veränderung akzeptiert.

Leistungsphase

Als Leistungsphase wird jener Teil in der Gruppenentwicklung gemäss Tuckman verstanden, in dem das Team eigenständig und evtl. auch effizient arbeitet.

Synonym: Performing

Leistungsumfang

Der Leistungsumfang beschreibt den spezifischen Fokus und den Inhalt des Projekts. Er beschreibt die Ergebnisse, die Wirkung und den Nutzen des Projekts sowie die Arbeit, die nötig ist, um diese zu erzeugen. Deutlich ist auch zu beschreiben, was nicht im Projekt enthalten oder Teil des Projekts ist. Der Leistungsumfang beschreibt damit klar die Grenzen des Projekts.

Synonym: Scope

Lenkungsausschuss

Entscheidungsgremium, das die Lieferergebnisse des Projektmanagers überwacht und für die Projektsteuerung zuständig ist. Der Auftraggeber kann Mitglied des Lenkungsausschusses sein. Der Lenkungsausschuss kann als permanente Organisationseinheit eingerichtet sein oder für jedes neu initiierte Projekt neu definiert werden. In grösseren Organisationen existieren übergeordnete (ständige) Lenkungsausschüsse.

Synonyme: Steuerungsausschuss, Steering-Committee

Lessons Learned

Lessons Learned umfassen evtl. aus Fehlern gemachte Erfahrungen und Erkenntnisse von Projekten, die sie an andere zukünftigen und parallellaufenden Projekten weiterreichen.

Lieferobjekt

Lieferobjekte sind Ergebnisse, die im Verlauf der Projektabwicklung entstehen. Ein Lieferobjekt oder Arbeitsergebnis ist ein materielles Objekt (gegenständlich, materiell vorhanden) oder immaterielles Objekt (Dienstleistungen, Informationen, Rechte) das als Ergebnis des Projekts erzeugt wird und an einen (internen oder externen) Kunden geliefert werden soll.

Synonym: Deliverable

Siehe Deliverable

Logischer Ablauf-Folgeplan

Siehe Ablaufplan

M

Machbarkeitsprüfung

Die Machbarkeitsprüfung findet während der Initialisierungsphase statt. Geprüft werden die technische und fachliche Machbarkeit, die organisatorische Machbarkeit und die wirtschaftliche Machbarkeit. Weitere Aspekte der Machbarkeit umfassen die politische, juristische, wettbewerbliche, ökologische und die ethische Machbarkeit. Die Machbarkeitsprüfung umfasst weiter den Umgang mit Risiken und Chancen sowie im Benennen der Erfolgsfaktoren.

Synonym: Feasibility-Study

Siehe Feasibility-Study

Machtdistanz

Machtdistanz (PDI; Power Distance Index) umfasst das Verhältnis zwischen sozialer Gleichheit und Hierarchie.

Magisches Dreieck

Das magische Dreieck umfasst die Erfolgskriterien eines Projekts. Diese stehen in einer Zielkonkurrenz (Zielkonflikt) zueinander. Es beinhaltet die Grössen Zeit (Meilensteine, Termine), Kosten (Budget, Ressourcen) und Ergebnisse (Qualität, Leistung, Umfang, Inhalte, Anforderungen).

Make-or-Buy-Betrachtung

«Make» bedeutet, dass das zu beschaffende Produkt oder die zu beschaffende Arbeit durch Eigenleistung erfolgt. Bei «Buy» hingegen erfolgt die Beschaffung über externe Fremdleistung.

Management by Exception

Die Führung erfolgt nach dem Ausnahmeprinzip (exception). Die Führungskraft schreitet nur beim Überschreiten einer festgelegten Toleranzgrenze ein.
Dieser Führungsstil führt zu einer Entlastung der Führungskraft.

Management by Projects

Um die Linienfunktionen für neue Herausforderungen tauglich zu machen, übernehmen moderne Managementkonzepte einzelne Methoden und Denkweisen des Projektmanagements. Die ausgeprägteste Ausrichtung nach dem Führungsstil Management by Projects (MbP) zeigt sich in einem projektorientierten Unternehmen.

Matrix-Projektorganisation

In der Matrix-Projektorganisation bleiben die Mitarbeiter in ihren organisatorischen Stammbereichen und werden zusätzlich mit Projektarbeiten betraut. Die Projektmitarbeiter bleiben disziplinär ihren Linienvorgesetzten unterstellt.

Meilensteintrend-Analyse

Die Meilensteintrend-Analyse (MTA) ist eine Methode des Projektcontrollings. Die Interpretation der Meilensteintrend-Analyse erlaubt eine Aussage über die Qualität der Termineinhaltung.

Mentoring

Mentoring beschreibt ein Instrument der Personalentwicklung. Dabei unterstützen erfahrene Fach- und Führungskräfte weniger erfahrene Mitarbeiter.

Mindmapping

Bei der Mindmapping-Methode wird das Thema zentral aufgeführt. Daraus werden Schlüsselwörter (Grossbuchstaben verwenden) abgeleitet. Von diesen werden weitere Gliederungsebenen gebildet und somit weiter detailliert. Das Ergebnis ist eine visuelle Übersicht möglicher Lösungsalternativen, die anschliessend bewertet, beschrieben und dokumentiert werden. Die Mindmapping-Methode ermöglicht ein Strukturieren der bestehenden Ideen.

Mission

Die strategische Mission beschreibt den übergeordneten Zweck (das Was, das Wozu) und die Grundwerte (das Wie), die das Unternehmen an die Anspruchsgruppen erbringen. Diese gehen über das reine Gewinnstreben hinaus. Die strategische Mission begründet, warum das Unternehmen überhaupt existiert. Durch die strategische Mission wird die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens gewährleistet.

Multiprojektmanagement

Synonym: Projektportfoliomanagement

Siehe Projektportfoliomanagement

N

Netzplan

Der Netzplan (PERT-Diagramm; Project Evaluation and Review Technique) informiert insbesondere über den kritischen Pfad, über die Vorwärts- und Rückwärtsrechnung und über die Pufferzeiten (Projektpuffer und Gesamtpuffer).

Synonym: PERT-Diagramm

Siehe PERT-Diagramm

Norming

Synonym: Organisationsphase

Siehe Organisationsphase

O

Organisationsphase

Die Organisationsphase umfasst eine Phase in der Gruppenentwicklung gemäss Tuckman, worin sich die Teammitglieder organisieren, indem Vereinbarungen und Regeln der Zusammenarbeit getroffen werden.

Synonyme: Norming, Konsensphase, Kompromissphase

Siehe Norming

Orientierungsphase

Die Orientierungsphase ist eine Phase in der Gruppenentwicklung gemäss Tuckman, wo sich das Team formiert, wo es zusammengestellt wird.

Ownership

Als Ownership wird die Eigenverantwortung bezeichnet, die Zielgruppen und Partnerorganisationen bei der Zusammenarbeit übernehmen.

P

Partizipation

Partizipation bezeichnet den Prozess «Betroffene zu Beteiligte machen». Gemeint sind die vom Projekt Betroffenen. Durch die Partizipation werden sie zu (temporären) Projektmitarbeitern und nehmen damit an der Projektabwicklung teil.

Performing

Siehe Leistungsphase

PERT-Diagramm

Synonym: Netzplan

Siehe Netzplan

Pflichtenheft

Das Pflichtenheft baut auf den Anforderungskatalog auf. Es definiert das WIE und WOMIT die Anforderung erreicht wird. Es wird in der Konzeptphase erstellt. Der Erstellung des Pflichtenhefts liegt in der Verantwortung des Projektauftragnehmers (Projektleiter). Im Gegensatz zum Anforderungskatalog enthält das Pflichtenheft bereits Lösungsansätze. Das Pflichtenheft kann mit der Offerte gleichgesetzt werden.

Phasen der Gruppenentwicklung gemäss Tuckmann

Im Teambildungsprozess gemäss Tuckmann werden fünf Phasen unterschieden: Forming (Kennenlernphase bzw. Orientierungsphase), Storming (Konfrontationsphase bzw. Konfliktphase), Norming (Organisationsphase bzw. Konsens- und Kompromissphase), Performing (produktive Arbeitsphase bzw. Leistungsphase), Adjourning (Auflösungsphase)

Planungspoker

Für agile Projekte bietet sich die Methode «Schätzpoker» (Planungspoker) an. Diese Methode entstand aus dem Delphi-Verfahren. Beim Schätzpoker wird nicht zuerst der Aufwand, sondern die Komplexität des Arbeitspakets geschätzt.

Siehe Schätzpoker

Synonmym: Schätzpoker

Product-Backlog

Beim Product-Backlog handelt es sich um ein SCRUM-Artefakt. Unter dem Product Backlog wird eine Sammlung der priorisierten Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt verstanden.

Programm

in Programm ist eine Gesamtheit von miteinander verbundenen Projekten und organisatorischen Änderungen, eingesetzt, um ein strategisches Ziel zu verwirklichen und die von der Organisation erwarteten Ergebnisse und Vorteile zu erreichen.

Programmmanagement

Unter Programmmanagement wird die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mitteln für die Abwicklung eines Programms verstanden. Das Projektprogramm ist Teil des Projektportfolios und beinhaltet nur eine Teilmenge von Projekten aus dem Projektportfolio.

Programmziele

Mit den Programmzielen wird ein strategisches Ziel eines Unternehmens verfolgt.

Project Scope

Synonym: Projektabgrenzung

Siehe Projektabgrenzung

Projektabgrenzung

Unter Projektabgrenzung wird der Leistungsumfang, d.h. die Gestaltungsinhalte (Leistungsinhalte) eines Projekts verstanden.

Synonym: Project Scope

Siehe Project Scope

Projektabschlussbericht

Der Projektabschlussbericht kann sich auf die Abweichungen und/oder auf die Zielerreichung konzentrieren. Er betrachtet nicht nur die Ziele die im Projektauftrag stehen, sondern es werden darin qualitative Aussagen zur Projektabwicklung während der gesamten Projektdauer gemacht. Durch den Projektabschlussbericht wird ein Projekt offiziell beendet und es erfolgt eine Gegenüberstellung der qualitativen Zielerreichung bezüglich der Messgrössen Termin, Kosten, Leistung, Qualität, Ressourcen, Risiken und Stakeholder-Akzeptanz.

Der Projektabschlussbericht muss wie jeder Bericht mengen- und adressatengerecht sein.

Projektauftrag

Bei einem Projektauftrag handelt es sich um eine verbindliche (schriftliche) Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber und dem Projektleiter (Auftragnehmer). In seiner einfachsten Form stellt ein freigegebener Projektantrag einen Projektauftrag dar.

Projektauswertung

Die Projektauswertung erfolgt zum Zeitpunkt des Projektabschlusses. Bei der Projektauswertung werden folgende Aspekte geprüft: Termine, Kosten, Aufwände, Qualität der Ergebnisse, Qualität des Projektprozesses, Qualität des Projektmangements (Projektabwicklung), Zufriedenheit der Interessengruppen und der Projektmitarbeitenden

Projekterfolg

Der Projekterfolg kann erst nach Projektabschluss in der Erhaltungsphase gemessen werden. Hier geht es darum, ob sich das Projektergebnis im Tagesgeschäft bewährt. Der Projekterfolg wird auf Basis der im Business Case definierten Wirtschaftlichkeit und der strategischen Zielerreichung gemessen.

Projektergebnis

Das Projektergebnis bezieht sich auf die Summe aller Lieferobjekte.

Projekthandbuch

Das Projekthandbuch enthält die für das spezifische Projekt für deren Projektabwicklung wichtigen Ergebnisse, wie Pläne, Strukturen und Regeln und ergänzt das Projektmanagementhandbuch. Es deckt den Projektmanagementprozess lückenlos ab. Für die Projektleitung ist das Projekthandbuch mit dem Qualitätshandbuch des Projektes gleichgesetzt. Im Projekthandbuch werden die aktuellen Einflüsse laufend eingearbeitet. Beim Projekthandbuch handelt es sich im Gegensatz zum statischen Projektmanagementhandbuch um ein dynamisches Dokument.

Projektkultur

Als «Projektkultur» wird die Gesamtheit der von Wissen, Erfahrung und Tradition beeinflussten Verhaltensweisen der Projektbeteiligten und deren generelle Einschätzung durch das Projektumfeld verstanden [DIN 69905:1997].

Projektmanagement

Projektmanagement umfasst die Gesamtheit aller Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel, die für eine erfolgreiche Projektabwicklung notwendig sind.

Projektmanagementerfolg

Der Projektmanagementerfolg wird spätestens zum Zeitpunkt des Projektabschlusses gemessen. Er beschreibt die Einhaltung der definierten Projektziele Termine, Kosten, Qualität und Leistung.

Projektmarketing

Projektmarketing umfasst das aktive Verkaufen der Projektlösung an die Stakeholder, um deren Akzeptanz zu erreichen und um schliesslich den Projekterfolg zu sichern.

Projektmitarbeitende

Alle an einem Projekt partizipierenden Personen, die Arbeiten in Form von Arbeitspaketen übernehmen.

Projektorganisation

Die Projektorganisation beinhaltet die Aufbau- und Ablauforganisation zur Abwicklung eines bestimmten Projekts (DIN 69901-5:2007).

Projektphase

Eine Projektphase umfasst einen von ereignisbezogenen Meilensteinen abgegrenzten zeitlichen Abschnitten im Projektverlauf.

Projektportfoliomanagement

Multiprojektmanagement umfasst die Einrichtung, den Betrieb und die kontinuierliche Weiterentwicklung der projekt-, programm- und projektportfoliobezogenen Aufbau- und Ablaufstrukturen auf strategischer und operativer Ebene. Es stellt sicher, dass die richtigen Projekte mit den richtigen Ressourcen zur richtigen Zeit im richtigen Umfeld umgesetzt werden.

Synonym: Multiprojektmanagement

Siehe Multiprojektmanagement

Projekt-Start-up-Workshop

In einem Projekt-Start-up-Workshop nimmt das zukünftige Projektteam oder nur das Projektkernteam teil. Im Projekt-Start-up-Workshop können bereits wichtige Inhalte für den Projektauftrag definiert werden.

Projektstatusbericht

Der Projektstatusbericht dient dem Reporting des Projektstatus (Termine, Kosten, Qualität, Leistung, Ressourcen, Akzeptanz, Risiken u.a.) an einem bestimmten Stichtag zuhanden dem Auftraggeber und dem Lenkungsausschuss. Er wird periodisch oder ereignisbezogen vom Projektmanagement erstellt.

Projektstrukturplan

Der Projektstrukturplan (PSP) wird auch als Masterplan bezeichnet. Er ist der «Plan aller Pläne». In ihm sind einige Projektpläne, wie bspw. Aufwandplan, Ressourcenplan, Kostenplan, Kapazitätsplan und Terminplan in einem mehr oder weniger ausgeprägten Detaillierungsgrad integriert. Ein kann wie folgt gegliedert werden: Objektorientierte Gliederung, Funktionsorientierte bzw. verrichtungsorientierte Gliederung, Phasenorientierte bzw. prozessorientierte Gliederung, Gemischtorientierte Gliederung.

Projektumfeldanalyse

Die Projektumfeldanalyse dient dem methodisch-systematischen Identifizieren und Erfassen aller Randbedingungen und Einflussfaktoren für das Projekt, der Stakeholdergruppen und der Art und Weise ihrer Beziehungen und Interessen untereinander und zum Projekt selbst.

Projektziel

Die Projektziele sind die Gesamtheit von Einzelzielen, die durch das Projekt erreicht werden sollen, bezogen auf den Projektgegenstand (Ergebnis) und Projektablauf (Abwicklung) [DIN 69905]. Projektziele gliedern sich in Systemziele und in Abwicklungsziele.

Prototyp

Ein Prototyp bezeichnet ein für die jeweiligen Zwecke funktionsfähiges, oft aber auch vereinfachtes Versuchsmodell eines geplanten Produktes oder Bauteils. Es handelt sich um ein Vorabmodell zwecks Prüfung der Akzeptanz oder der Machbarkeit. Ein Prototyp dient zur Visualisierung der Anforderungen des Kunden.

Public Private Partnership (PPP)

Bei der öffentlichen Finanzierung werden öffentliche Fördergelder in Form von Public Private Partnerships (PPP) und Betreibermodellen («build, operate, transfer», BOT) gesprochen. Dabei übernehmen öffentliche und private Partner die Finanzierung. Diese zeichnen sich durch eine Win-win-Situation durch sich ergänzende Ressourcen und durch eine Risikoverteilung auf beide Partner aus.

Puffer

Puffer bezeichnen Reserven im Projektbudget (Kostenpuffer) und im Zeitbudget (Zeitpuffer).

Q

Qualität

DIN EN ISO 9000 definiert Qualität als «Grad, in dem ein Satz inhärenter (inhärent: enthaltend, inbegriffen) Merkmale eines Objekts Anforderungen erfüllt».

Qualitätslenkung

Qualitätslenkung umfasst folgende konstruktive (Fehler verhindernde) Massnahmen:

  • Technische Qualitätsmassnahmen
  • Anwenden von Methoden, Tools und Techniken
  • Organisatorische Qualitätsmassnahmen
  • Einsatz von standardisierten Vorgehensmodellen, Mitarbeiterqualifikation, Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern, Umsetzung von Qualitätskonzepten
  • Soziologische/psychologische Qualitätsmassnahmen
  • Förderung der Kommunikation, Aufbau von heterogenen interdisziplinären Teams, Aufbau einer Projektkultur

Siehe Qualitätssicherung

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement umfasst Standards und Vorgehensweisen zu Massnahmen und Aktivitäten, um Anforderungen an dessen Ziele und Erwartungen zu erfüllen.

Qualitätsmanagement umfasst folgende Aspekte:

  • Qualitätsplanung
  • Qualitätsprüfung
  • Qualitätslenkung
  • Qualitätsverbesserung

Das Qualitätsmanagement wird im Qualitätsplan beschrieben.

Siehe Qualitätsplanung

Qualitätsplanung

In der Qualitätsplanung werden alle relevanten Qualitätsstandards für das Qualitätsmanagement festgelegt. Diese sollen übergreifend für alle Projekte gelten.

Qualitätsprüfung

Die Qualitätsprüfung deckt Differenzen zwischen geforderter und geleisteter Qualität auf. Die Arbeitsweise ist vergleichend und analytisch (Fehler finden).

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung soll in Form von Vorgaben und Massnahmen die geforderten Qualitätsziele sicherstellen.

Siehe Qualitätslenkung

R

Rückkoppelung

Siehe Feedback

S

Schätzpoker

Synonym: Planungspoker

Siehe Planungspoker

Schlüsselfaktoren

Synonym: Kritische Erfolgsfaktoren

Scope

Siehe Leistungsumfang

Stakeholder

Stakeholder des Projekts sind Einzelpersonen und Organisationen, die aktiv am Projekt beteiligt sind oder deren Interessen durch die Durchführung oder den Abschluss des Projekts eventuell positiv oder negativ beeinflusst werden; sie können auch Einfluss auf das Projekt oder seine Ergebnisse ausüben [PMI 2013].

Siehe Anspruchsgruppe

Steering-Committee

Synonyme: Lenkungsausschuss, Steuerungsausschuss

Siehe Lenkungsausschuss

Steuerungsausschuss

Synonyme: Lenkungsausschuss, Steering-Committee

Siehe Lenkungsausschuss

Storming

Siehe Konfrontationsphase

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